Bericht: Ozeanverschmutzung

Plastik ist ein Segen der Moderne, kaum vorstellbar, wie Menschen ohne Plastik leben konnten. Für das Ökosystem der Meere allerdings ist Plastik ein Fluch ohne Grenzen. Schätzungen gehen von bis zu 100 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Weltmeeren aus. Meeresströme bilden ungeheuer große Müllinseln, die größte dieser Inseln ist der Great Pacific Garbage Patch im nördlichen Pazifik. Der Plastikteppich dort hat ein Gewicht von ca. 3 Millionen Tonnen und umfasst eine Fläche so groß wie Mitteleuropa. Es gibt noch mindestens vier weitere dieser gigantischen Müllinseln. Durch Reibung und UV-Strahlen wird der Plastikmüll auf Dauer zerkleinert und pulverisiert. Plastikpulver wird anschließend von Plankton als Nahrung aufgenommen und gelangt so in die Nahrungskette. Größere Plastikpartikel werden von Vögeln und Fischen aufgenommen. Schildkröten verheddern sich in alten Fischernetzen, sogenannte Geisternetze, und verenden elendig. Albatrosse und Eisvögel sterben, da verschluckte Plastikteile ihre Mägen verstopfen. 2012 wurde in Spanien ein Pottwal angeschwemmt. In ihm wurden 17 Kilogramm Plastikmüll gefunden, unter anderem eine 30m² große Plastikfolie, Gartenschläuche, Blumentöpfe, Plastiktüten und sogar Teile einer Matratze.
Pro Jahr sterben etwa 100.000 Vögel und Meerestiere an den Folgen des Plastikwahns. Einmal in die Nahrungskette gelangt, werden diese Partikel auch zu einem direkten Problem für den Menschen. Höchste Zeit für ein Umdenken.
Ein Schritt zur Verringerung des Plastikmülls ist eine Reduzierung von Plastiktüten. 500 Plastiktüten verbraucht ein Mensch jährlich in Europa, in Deutschland sind es etwa 70 Tüten pro Person. Eine einzelne Tüte ist dabei nur durchschnittlich 23 Minuten in Benutzung.

Zusammensetzung des Mülls in den Weltmeeren:
Plastik Ahoi von Stefan Zimmermann

Ein weiterer Schritt könnte die Reduzierung von Plastikflaschen sein. Wer Angst vor dem hauseigenen Trinkwasser hat, der kann auf Kohlefilter oder Wasser aus Glasflaschen zurückgreifen.
Plastikflaschenübersicht

Für ein Verbot von Einwegplastiktüten:
Petition

Eine Alternative gibt es längst, den Jutebeutel:
Beutel aus Berlin
Weare what we do

Ein weiterer Schritt könnte die Reduzierung von Plastikflaschen sein. Wer Angst vor dem hauseigenen Trinkwasser hat, der kann auf Kohlefilter oder Wasser aus Glasflaschen zurückgreifen.
Plastikflaschenübersicht

Weitere Links zum Thema:
Info Umweltbundesamt
Info Deutsche Umwelthilfe
Kunstausstellung
SZ
Spiegel