Bericht: Taifun „Haiyan“

Knapp 9 Jahre nach dem verheerendem Tsunami, sind wieder Bilder voller Zerstörung in allen Medien zu beobachten. Diesmal handelte es sich um einen tropischen Wirbelsturm, einem Taifun. Er bildete sich Anfang November im Pazifik und steuerte über die Philippinen auf Vietnam und China zu. Es handelte sich um einen der stärksten je gemessenen Stürme weltweit. Seine Hauptzerstörungskraft entfaltete Haiyan (chin. Für Sturmschwalbe) am 7. November 2013, indem er eine länger andauernde Geschwindigkeit von 235 Km/h und eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 380 km/h erreichte. Zum Vergleich: Der Orkan Kyrill hatte eine Geschwindigkeit von ca. 150 km/h (Böen bis 235km/h) und gilt als einer der stärksten Stürme, die durch Deutschland fegten.

Die Zerstörungskraft Haiyans wurde vor allem auf den philippinischen Inseln Leyte und Samar entfaltet, dort zog der Sturm eine Schneise der Verwüstung. Die Stadt Tacloban wurde zu ca. 80% zertsört. Trotz Wahrnungen und Evakuierungen sind bisher fast 2500 Opfer bestätigt (Schätzungen sogar bis 10.000). Hilfsmaßnahmen aus aller Welt sind angelaufen, trotzdem sind die Zustände im gesamten Katastrophengebiet choatisch. Es fehlt an Wasser, Nahrung und Unterkünften. Durch die vielen Toten besteht eine Seuchengefahr. Zusätzlich erschweren Plünderungen und Gewalttaten die Lage. Es gibt einen Spendenaufruf, um weitere Hilfen gewähleisten zu können.

Inwiefern und ob dieser Supersturm auf den Klimawandel zurückzuführen ist, wird schwer nachweisbar sein. Laut einer Studie von Germanwatch starben bei extremen Wetterereignissen der letzten 20 Jahre über 500.000 Menschen. Es entstand ein wirtschaftlicher Schaden von fast 1,9 Billionen Euro. Diese Zahlen sollten dringend zu einem Umdenken animieren, den Prophlaxe ist meist angenehmer und günstiger als eine Schadensbeseitigung.

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